Der entscheidende Moment passiert lange bevor dein Rottweiler das erste Mal deine Haustür durchschritten hat. Du denkst vielleicht, die Grundlagen der Welpenerziehung legst du erst zu Hause – im eigenen Wohnzimmer, mit dem neuen Halsband und dem frisch gekauften Napf. Klar, das ist der Part, auf den sich jeder freut. Das Knuddeln. Das Vorstellungsvideo für die Familien-WhatsAppgruppe. Aber halt. Stop. Ein Moment. Die echten Basics werden viel früher gesetzt. Bei uns. In unserer Zucht. Dort, wo der kleine Racker noch krumm und blind umhertapst und bereits jede Berührung, jeden Geruch und jede Stimmung in sein kleines Hundeherz einspeichert. Wenn du einen Rottweiler suchst, der später im Alltag nicht auf der Nervenspur fährt, sondern cool, gelassen und familienfest durchs Leben stolziert, dann musst du beim Ursprung anfangen. Bei der Quelle. Bei Holly House Rottweilers. Und genau darum dreht sich alles in den nächsten Minuten. Schnapp dir einen Kaffee. Oder einen Tee. Liest sich besser.

Warum Grundlagen der Welpenerziehung bei Holly House Rottweilers beginnen

Die Sache ist die: Ein Welpenhirn in den ersten 16 Wochen ist kein leeres Blatt. Es ist vielmehr ein hochempfindliches Aufnahmegerät, das permanent auf Sendung ist. Jeder Laut. Jede Berührung. Jede emotionale Schwingung im Raum wird registriert und abgespeichert. Das nennt man die sensiblen Entwicklungsfenster. Und ja, das klingt jetzt erstmal sehr akademisch. Aber im Klartext bedeutet das: Was der Welpe in dieser Zeit erlebt, wird zu seinem Betriebssystem. Für immer. Bei einem Rottweiler, der historisch als treuer Begleiter, Viehtreiber und später auch als Schutzhund gezüchtet wurde, spielt diese frühe Prägung eine noch größere Rolle als bei manch anderer Rasse. Warum? Weil dieser Hund Intelligenz und Eigensinn im Überfluss besitzt. Er beobachtet. Er analysiert. Er testet. Und wenn er in den ersten Wochen Instabilität, Stress oder gar Isolation erfährt, zahlt er das später mit Unsicherheit oder übertriebenem Verteidigungsverhalten zurück. Das will keiner. Least of all du.

Hier kommen wir ins Spiel. Bei Holly House Rottweilers blicken wir mittlerweile auf über 15 Jahre Erfahrung in der verantwortungsvollen Rottweiler-Zucht zurück. Das ist keine wilde Nummer, die wir uns ausdenken. Das ist knallharter Alltag. Wir haben gesehen, wie sich Welpen entwickeln, die von Beginn an gefördert, gehalten und sozialisiert werden. Und wir wissen ganz genau: Der Unterschied zwischen einem nervösen Einzelgänger und einem souveränen Familienhund wird in den Wochen vor deinem Eintreffen gemacht. Deshalb ist unsere Zucht kein reiner Produktionsbetrieb. Wir fabrizieren keine Hunde am Fließband. Wir begleiten Lebewesen. Jeden einzelnen. Mit Geduld. Mit Herz. Mit einem klaren Ziel vor Augen: den gesunden, charakterfesten Rottweiler, der dein Leben bereichert und nicht strapaziert. Und das funktioniert eben nur, wenn die Grundlagen der Welpenerziehung dort beginnen, wo der Hund seine ersten Atemzüge macht.

Noch ein Punkt, den viele unterschätzen: Du als künftiger Besitzer startest mit einem riesigen Vorsprung, wenn der Welpe bereits stubenrein-angelehnt, an menschliche Geräusche gewöhnt und sozial abgeholt ist. Stell dir vor, du holst ein Tier ab, das bereits weiß, dass Menschen nicht bedrohlich sind. Das bereits die Vibration eines Staubsaugers kennt. Das bereits gelernt hat, dass eine Hand nicht beißt, sondern streichelt. Das ist kein Hexenwerk. Das ist gezielte, frühzeitige Erziehung. Und genau darauf legen wir unseren Fokus. Nicht aufs Schnellmachen. Sondern aufs Richtigmachen.

Unsere Erziehungsphilosophie: liebevolle Hausaufzucht als Basis

Lass uns mal ehrlich sein: Wo würdest du lieber aufwachsen? In einem lebendigen Zuhause mit Küchengewirr, Herzenswärme und Familienanschluss? Oder in einem abgelegenen Zwinger mit Betonboden und lediglich einem kurzen Blick durch den Zaun? Die Antwort ist wohl ziemlich eindeutig. Genau denselben Maßstab legen wir für unsere Welpen an. Bei Holly House Rottweilers gibt es keine anonyme Massenaufzucht. Punkt. Unsere Welpen wachsen mitten im Haus auf. Sie hören den Wasserkocher. Sie erleben Besuchsverkehr. Sie riechen das Essen. Sie liegen im Wohnzimmer, nicht im Schuppen. Diese liebevolle Hausaufzucht ist für uns der Nonplusultra. Sie ist das Zünglein an der Waage zwischen einem Hund, der die Welt als spannendes Abenteuer begreift, und einem, der sie als Bedrohung interpretiert.

Diese Alltagsnähe hat ungeahnte Vorteile für dich. Dein künftiger Rottweiler kommt zu dir und denkt sich nicht: „Boah, was war das denn für ein Krach?!“, wenn die Spülmaschine umschaltet. Er zuckt nicht zusammen, wenn das Handy klingelt. Er flippt nicht aus, wenn die Nachbarskinder laut vor der Tür spielen. All das hat er bereits kennengelernt. In einem sicheren, geborgenen Kontext. Bei uns. Das reduziert Stress für den Welpen massiv. Und Stressreduktion bedeutet im Umkehrschluss: weniger Verhaltensprobleme, weniger Angst, weniger Panikattacken beim Tierarzt oder auf dem Bürgersteig. Du profitierst also direkt von der emotionalen Stabilität, die unsere Hausaufzucht ermöglicht. Das ist harte soziale Arbeit, versteckt hinter fluffigem Fell und quiekenden Geräuschen.

Aber wir machen da nicht den Weichspüler. Liebevolle Hausaufzucht heißt nicht: Nachgiebigkeit ohne Ende. Es heißt vielmehr, dass jeder Welpe Respekt vor seiner eigenen Persönlichkeit erfährt. Wir beobachten sie genau. Wer ist der mutige Forscher, der schon mal allein die Wohnung erkundet? Wer ist der sensible Schmusekandidat, der sich am liebsten an den Menschen kuscheln möchte? Wer braucht einen sanften Schubs, und wer braucht eher Geduld? Diese feine Beobachtung erlaubt es uns, die Individualität jedes Tieres zu wahren und zu fördern. Ein Wesen, das sich von klein an respektiert fühlt, entwickelt gesundes Selbstvertrauen. Und ein selbstbewusster Rottweiler – nicht zu verwechseln mit dominant oder aggressiv – ist später ein Traumpartner. Gelassen. Offen. Kooperationsbereit. Genau das ist unser Anspruch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Gesundheit, Prägung- und Sozialisierungsphasen beim Welpen

Wenn du dich schon ein bisschen mit Hundeerziehung beschäftigt hast, ist dir vielleicht der Begriff „Prägungsphase“ über den Weg gelaufen. Klingt erstmal harmlos. Ist es aber nicht. Denn die ersten Lebensmonate sind in biologischer Hinsicht so etwas wie eine Achterbahn für das Gehirn deines Welpen. Bei Holly House Rottweilers arbeiten wir bewusst mit diesen Phasen, statt dagegen anzukämpfen. Wir nennen das kluge Entwicklungsbegleitung.

In der ersten Woche, der sogenannten neonatalen Phase, sind die Welpen noch weitgehend taub und blind. Sie riechen. Sie spüren Wärme. Sie nuckeln. Das war’s schon. Aber genau hier setzen wir an: Sanftes Handling, kurzes Anfassen, leichte Berührungen der Pfoten oder des Ohrs. Das klingt nach Luxus für den Welpen, hat aber einen handfesten Effekt. Studien der vergangenen Jahre zeigen, dass früh berührte Welpen später stressresistenter sind. Ein Pluspunkt, den wir nicht ungenutzt lassen wollen. Also nehmen wir sie behutsam in die Hand. Wiegen sie. Reden leise mit ihnen. Es geht nicht darum, sie zu stressen. Sondern darum, die neuronale Verknüpfung „Mensch = gut & sicher“ zu aktivieren.

Ab der zweiten bis dritten Woche öffnen sich nach und nach Sinne. Die Ohren lauschen. Die Augen sehen verschwommen, aber sie sehen. Die ersten tapferen Versuche, die Wurfkiste zu verlassen, werden unternommen. Wir nennen das die Transitionsphase. Und hier führen wir gezielt neue Reize ein. Unterschiedliche Untergründe: Fliesen, Teppich, Gras. Verschiedene Gerüche. Die Stimmen unterschiedlicher Menschen. Alles in einem sicheren Rahmen. Nicht zu viel auf einmal. Baby Steps. Du kennst das sicher selbst vom Lernen – wenn alles auf einmal kommt, geht nichts mehr. Welpen ticken da genauso.

Die Königsdisziplin folgt ab der dritten Woche bis ungefähr zur zwölften: die Sozialisierungsphase. Das ist das Jackpot-Fenster. In diesen Wochen lernt dein Rottweiler-Welpe, was „normal“ ist. Kinder, Männer mit Bärten, Frauen mit Brillen, Menschen mit Hüten, Rollatoren, Fahrräder, Autos, andere Hunde – die Palette ist riesig. Wir nutzen diese Phase gnadenlos aus. Besucher kommen ins Haus. Die Welpen fahren kurze Strecken im Auto. Sie erleben verschiedene Räume. Alles, was später im Alltag vorkommt, wird ihnen nun als völlig harmlos verkauft. Diese fundierte Sozialisierung ist besonders beim Rottweiler essenziell. Denn eine Rasse mit natürlichem Schutzinstinkt und körperlicher Kraft muss lernen, bevor sie urteilt. Urteilen ohne Wissen führt zu Fehlalarmen. Und Fehlalarme bei 50 Kilogramm Muskeln sind nicht lustig.

Die Phasen auf einen Blick

Phase Zeitraum Was passiert? Unsere Maßnahmen
Neonatalphase 0 – 14 Tage Sinne noch geschlossen, Überleben durch Wärme und Duft Sanftes Handling, Gewichtskontrolle, kuschelige Nesttemperatur
Transitionsphase 14 – 21 Tage Augen und Ohren öffnen sich, erste soziale Interaktionen Erste Geräusche, verschiedene Untergründe, leichte Raumerkundung
Sozialisierungsphase 3 – 12 Wochen Gehirn absorbiert Umweltereignisse rasant, Prägung auf Mensch und Umwelt Kontrollierte Besuche, Alltagsgeräusche, Kinderkontakt, Fahrtraining
Juvenilphase ab 12 Wochen Rangordnungsthemen, Testen von Grenzen, Konsolidierung Individueller Erziehungsplan, Übergabe an dich, Langzeitberatung

Und dann, nach der zwölften Woche, beginnt die Juvenilphase. Der Welpe wird selbstbewusster. Er testet. Er schaut, was geht. Das ist nicht böse gemeint. Das ist Entwicklung. Und hier ist der Punkt, an dem unsere frühe Arbeit Früchte trägt. Ein gut sozialisierter Welpe wird in dieser Phase nicht plötzlich zum Problem. Er bleibt offen, weil sein Fundament stimmt. Das ist der große Wurf. Die Summe aller Kleinigkeiten, die wir in den Wochen zuvor angelegt haben.

Professionelle Betreuung und individuelle Beratung für jeden Welpen

Fairerweise muss man sagen: Nicht jeder Züchter tickt da gleich. Es gibt durchaus Betriebe, bei denen die Abholung so abläuft, als hättest du dir gerade einen Toaster bei Großhandel gekauft. Bezahlt, eingeladen, tschüss. Bei Holly House Rottweilers läuft das anders. Deutlich anders. Für uns ist der Moment der Übergabe kein Ende. Er ist ein Übergang. Ein Nahtstelle, die wir sorgsam gestalten. Denn die Grundlagen der Welpenerziehung funktionieren nur dann, wenn sie nahtlos von der Zucht in deinen Alltag übergehen. Und dafür brauchen wir einen Plan. Einen, der zu dir passt.

Wir beobachten unsere Würfe intensiv. Nicht oberflächlich. Nicht nur, um zu gucken, wer der Dickste ist. Sondern um zu verstehen: Welcher Welpe passt zu welchem Leben? Der energiegeladene Typ, der ständig Action will, ist vielleicht perfekt für eine sportliche Familie mit joggingbegeisterten Haltern. Der ruhigere Beobachter, der gerne kuschelt und es gemütlich mag, könnte dagegen bei einer Familie mit kleinen Kindern oder älteren Menschen aufblühen. Diese Matchmaking-Arbeit nimmt man uns nicht ab. Sie braucht Erfahrung. Ehrlichkeit. Und den Mut, mal Nein zu sagen, wenn ein Welpe nicht ins Raster passt. Das machen wir. Gerne sogar. Weil ein glücklicher Hund und ein glücklicher Besitzer wichtiger sind als ein schneller Verkauf. Punkt.

Natürlich gehört zur professionellen Betreuung auch die medizinische Seite. Unsere Welpen werden regelmäßig vom Tierarzt untersucht. Impfungen erfolgen nach aktuellem Stand der Veterinärmedizin. Entwurmungen sind selbstverständlich. Jeder Welpe bekommt seinen Mikrochip verpasst, bevor er das Haus verlässt. Aber darüber hinaus liegt uns die Gesundheit der Elterntiere am Herzen. Nur gesunde Eltern bringen robuste Welpen hervor. Das ist keine Raketenwissenschaft, aber eine Verpflichtung, die wir ernst nehmen. Wir lassen nichts dem Zufall über. Und wenn du bei uns einen Welpen abholst, bekommst du nicht nur ein Tier, sondern ein komplettes Übergabepaket. Einen Futterplan, der dir den Einstieg erleichtert. Eine Decke mit dem vertrauten Wurfgestank – klingt komisch, ist aber Gold wert für die ersten Nächte. Spielzeug. Und einen Leitfaden, der dir die ersten Wochen Schritt für Schritt erklärt. Du stehst also nicht allein da.

Am allerwichtigsten aber ist für uns die laufende Beratung. Nach der Abholung melden wir uns bei dir. Wir fragen nach. Wir hören zu. Ob du Schwierigkeiten mit dem Stubenreinwerden hast, der Leinenführigkeit oder einfach nur eine dumme Frage um drei Uhr morgens – wir sind für dich da. Per Telefon. Per Mail. Per WhatsApp. So oder so. Denn diese Begleitung ist der Kitt, der die Grundlagen der Welpenerziehung zu einem dauerhaften Erfolgsmodell macht. Du bist Teil der Holly-House-Familie. Und das bleibst du.

Welpentraining im Familienalltag: Konsistenz, Grenzen setzen, positive Verstärkung

So. Jetzt sitzt du da. Der Welpe ist bei dir. Das große Abenteuer startet. Und nun? Nun bist du an der Reihe. Keine Sorge, das kriegst du hin. Aber du brauchst eine Strategie. Eine, die funktioniert. Unsere Erfahrung zeigt: Die besten Rottweiler-Besitzer sind nicht unbedingt diejenigen, die das meiste Hundefutter-Wissen auswendig gelernt haben. Sondern diejenigen, die drei Dinge beherrschen. Konsequenz. Grenzen. Und positive Verstärkung. Klingt nach einer Platitüde? Ist es nicht. Es ist die heilige Dreifaltigkeit des Welpentraining im Familienalltag.

Fangen wir mit der Konsistenz an. Stell dir vor, Montag darf der Hund aufs Sofa. Dienstag nicht. Mittwoch ist es wieder okay, weil du müde bist und keine Lust auf Diskussionen hast. Donnerstag regt sich dein Partner auf, weil das Fell auf dem Polster liegt. Chaos pur. Dein Welpe versteht die Welt nicht mehr. Und ein Rottweiler, der die Welt nicht versteht, wird sie sich selbst erklären. Mitunter auf eine Art und Weise, die dir nicht gefällt. Deshalb: Regeln aufschreiben. Mit allen im Haushalt besprechen. Und dann: Festkleben. Keine Ausnahmen. Keine Schlupflöcher. Wenn Beisen in der Hose tabu ist, dann ist es immer tabu. Egal wie süß der Blick ist. Egal, ob gerade Besuch da ist und alle lachen. Konsequenz bedeutet Sicherheit für den Hund. Und Sicherheit lässt ihn aufblühen.

Grenzen setzen ist eng damit verbunden, aber eben nicht dasselbe. Grenzen sind das Gerüst, innerhalb dessen sich der Welpe bewegen darf. Sie sagen ihm: Hier ist dein Platz. Hier darfst du essen. Das ist dein Spielzeug. Hier endet dein Reich, und da fängt das meine an. Besonders beim Rottweiler ist das wichtig. Dieser Hund hat ein natürliches Gespür für Hierarchie und Struktur. Das macht ihn zu einem exzellenten Arbeitshund, aber auch zu einem Hund, der gerne mal checkt, ob die Grenze vielleicht heute verhandelbar ist. Tu dir selbst den Gefallen und verhandle nicht. Freundlich, aber unnachgiebig. Das ist die Kunst. Die gute Nachricht: Je früher und klarer du grenzt, desto weniger muss du später eingreifen. Der Welpe akzeptiert das, weil er Führung sucht. Und Führung ist nicht dominantes Herumkommandieren. Führung ist zuverlässiges, vorhersehbares Verhalten von deiner Seite.

Dann haben wir die positive Verstärkung. Moderner Klassiker, aber nach wie vor unterschätzt. Wenn dein Welpe etwas Richtiges tut – sei es ein „Sitz“, ein „Hier“, oder einfach nur ruhiges Liegenbleiben, während du das Geschirr räumst – dann belohne das. Sofort. Nicht in fünf Minuten. Jetzt. Ein Leckerli. Ein begeistertes „Super!“. Ein kurzes Spiel mit dem Lieblingsball. Der neurologische Moment ist da. Die Synapse knüpft sich. Das Hirn sagt: „Das will ich wiederholen.“ Und das ist genau der Mechanismus, den wir nutzen wollen. Positive Verstärkung baut Vertrauen. Sie baut Lust auf die Zusammenarbeit. Und sie verhindert, dass dein Rottweiler aus Angst vor Bestrafung gehorcht. Ein Hund, der gerne mit dir arbeitet, ist ein Hund fürs Leben.

Drei goldene Regeln für deinen Alltag

  • Einheitliche Kommandos: Nicht „Sitz“, „Setz dich“ und „Hock“ durcheinander verwenden. Ein Wort. Eine Handlung. Jeder im Haushalt identisch.
  • Timing ist King: Die Belohnung muss innerhalb von einer Sekunde auf das Verhalten folgen. Alles andere versteht der Welpe nicht als Zusammenhang. Knallhart, aber wahr.
  • Ruhe belohnen: Der beste Tipp, den wir je bekommen haben? Belohne das Nichtstun. Wenn der Welpe freiwillig abgechillt auf seiner Decke liegt, wirf ihm heimlich ein Leckerli hin. Er wird öfter chillen. Magie.

Welpenerziehung: praxisnahe Übungen aus unserer Zuchtpraxis

Genug der Theorie. Lass uns mal in die reale Welt abtauchen. Hier kommen die Übungen, die wir selbst bei Holly House Rottweilers anwenden. Die Dinger funktionieren. Nicht weil sie theoretisch gut aussehen, sondern weil wir sie seit Jahren selbst testen. Mit jedem Wurf. Mit jedem einzelnen Welpen. Und die besten behalten wir. Für dich. Und für deinen Start.

Stubenreinheit ohne Drama

Das ewige Thema. Hier ist unser Geheimrezept: Rhythmisierte Ausläufe plus festes Signal. Füttere immer zur gleichen Zeit. Bring den Welpen danach sofort raus. Gleiches nach dem Schlafen. Gleiches nach intensivem Toben. Irgendwann versteht sein kleiner Körper den Rhythmus. Und das Signal? Ein kurzes, einprägsames Wort oder ein Pfeifton. Immer dasselbe. Wenn er dann draußen sein Geschäft macht, gibst du das Signal und feierst wie verrückt. Bald verknüpft er das Wort mit der Handlung – und später kannst du ihn damit sogar im Urlaub auf dem Campingplatz zum Wasserlassen auffordern. Praktisch, oder?

Die Leine – dein Freund, nicht dein Feind

Viele Menschen machen hier den klassischen Fehler: Sie ziehen zurück. Der Hund zieht nach vorne. Es entsteht ein Tauziehen. Unsere Methode? Ziehen bedeutet sofortigen Stillstand. Oder noch besser: Richtungswechsel. Ohne viele Worte. Ohne Wut. Einfach nur inkonsequent für den Welpen. „Hmm, wenn ich ziehe, komme ich nicht voran, sondern der Weg wird sogar länger.“ Rottweiler sind extrem schnell lernfähig. Nach wenigen Runden kapieren sie den Spaß. Und du gehst mit lockerer Leine. Ein Traum.

Sitz und Platz

Klassiker, aber essenziell. Wir arbeiten mit dem sogenannten Luring. Du nimmst ein Leckerli in die Hand und führst die Nase des Welpen nach oben und leicht zurück – der Popo geht automatisch zu Boden. „Sitz“. Klick. Leckerli. Gleiches für Platz: Nase nach unten zwischen die Pfoten, langsam rückwärts führen. Sobald der Bauch den Boden berührt: „Platz“. Feiern. Wiederholen. Dreimal am Tag. Fünf Minuten. Das reicht. Kurz. Knackig. Erfolgreich.

Die Ruhezone – deine Wunderwaffe

Jeder Welpe braucht einen Ort, an dem er abschalten kann. Eine Decke. Ein Korb. Ein festgelegter Fleck im Wohnzimmer. Wir führen das bereits bei uns ein. Die Decke riecht vertraut. Dort gibt es Ruhe. Und Belohnung gibt es nur, wenn der Welpe dort entspannt liegt. Nicht wenn er quietscht. Nicht wenn er bellt. Nur für Chill-Modus. Diese Übung ist ein Segen für spätere Restaurantbesuche, Wartezimmer oder einfach nur Abende vor dem Fernseher.

Impulskontrolle am Napf

Rottweiler und Futter. Historische Arbeitshunde hatten oft mit knappen Ressourcen zu kämpfen. Deshalb ist es goldwert, früh zu üben: Du hältst den Napf. Der Welpe muss warten. Blickkontakt zu dir suchen. Ein kleines Handzeichen – und erst dann darf er. Das stärkt die Geduld. Und es festigt deine Rolle als souveräner Ressourcenmanager. Nicht durch Dominanz. Sondern durch Geduld und klare Kommunikation.

Unsere Praxis-Checkliste zum Mitnehmen

  • Stubenreinheit: Fixe Ausläufe nach Schlafen, Fressen, Spielen plus ein einprägsames Akustiksignal für die Toilette.
  • Leinenführigkeit: Stillstand oder Richtungswechsel bei Zug. Kein Geschimpfe, nur konsequentes Ignorieren des Ziehens.
  • Basis-Kommandos: Luring-Technik für Sitz und Platz. Kurze Sessions. Maximal fünf Minuten. Mehrmals täglich.
  • Ruhezone: Eigener Ort mit vertrautem Geruch. Belohnung ausschließlich für entspanntes Liegen.
  • Fressmanieren: Warten auf Freigabesignal vor jedem Napf. Stärkt Selbstbeherrschung und Respekt vor deiner Führung.
  • Umweltgewöhnung: Positiv begleitetes Kennenlernen von Straßenlärm, unterschiedlichen Böden, fremden Menschen und dem Autofahren.

All diese Übungen haben einen gemeinsamen Nenner: Sie fordern den Welpen heraus, überfordern ihn aber nicht. Sie machen aus einem kleinen, wilden Fellknäuel einen Hund, der weiß, woran er ist. Und der gerne mit dir zusammenarbeitet. Weil es sich auszahlt. Weil es fair ist. Weil es Spaß macht.

Am Ende des Tages geht es bei den Grundlagen der Welpenerziehung nicht darum, den perfekten Roboter-Hund zu programmieren. Es geht darum, ein Lebewesen zu begleiten, das Vertrauen zu dir entwickelt, die Welt versteht und sich in ihr sicher fühlt. Ein Rottweiler, der diese Basis mitbringt, wird dein Leben bereichern wie kaum ein anderes Tier. Er wird Kindermädchen, Sportpartner, Couchkumpel und Beschützer in einem sein. Und genau dafür legen wir bei Holly House Rottweilers den Grundstein. Liebevoll. Professionell. Und mit dem festen Glauben, dass gute Erziehung bei der Geburt beginnt – und ein Leben lang andauert. Wenn du bereit bist, diesen Weg gemeinsam zu gehen, dann freuen wir uns darauf, dich kennenzulernen. Dein zukünftiger bester Freund wartet schon.

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